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Über uns - Der deutsche Kibbutz
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Hauptautoren dieses Blogs sind:

Brigitta Stegherr

Diplom-Juristin, Fotografin, Coach

Brigitta

Ich bin 47 Jahre alt, Diplom-Juristin und Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Augsburg-Schwaben e.V.

Ich war bislang 25 Mal in Israel. Vor 20 Jahren habe ich im Ulpan im Kibbutz Gan Shmuel Hebräisch gelernt, Teile meines Jurastudiums in Israel absolviert und das Land im Laufe der Jahre immer besser kennengelernt. Ob beruflich, durch die Linse meiner Kamera, im Gespräch mit Menschen aller Altersgruppen oder einfach durch Beobachten und Entdecken neuer Ecken – ich genieße die Zeit in Israel und tanke gerne regelmäßig eine Portion Lebensfreude.

Wenn mich jemand fragt, was mich an Israel so fasziniert, kann ich nur sagen: seine Menschen. Ich freue mich auf jeden Besuch und bin neugierig, welche spannenden Menschen und Geschichten ich dieses Mal kennenlerne. Mich begeistert der Umgang der Israelis mit den schwierigen politischen Verhältnissen, den Bedrohungen aus den unterschiedlichsten Richtungen, den über 100 Nationalitäten und Kulturen.

Und darum hoffe ich, dass mich dieser hartnäckige Virus nie verlässt! Denn solange werde ich Euch hier mit meinen Erlebnissen konfrontieren und meinen Blick auf Israel mit Euch teilen.

Jennifer Bligh

freie Journalistin in Tel Aviv

Jennifer Bligh

„Du bleibst wirklich erstmal dort?“ werde ich immer wieder von Freunden in Deutschland gefragt. Und Israelis versichern sich erstaunt: „Du bleibst wirklich erstmal hier?“ – in beiden Fällen schwingt eine interessante Mischung aus Verwunderung, Hochachtung und Unverständnis mit. Meine Antwort ist in beiden Fällen „ja“. Ich kann die Reaktionen ja auch irgendwie verstehen: für Deutsche ist es schwer vorstellbar, sich im Nahen Osten wohlzufühlen. Und für Israelis ist es schwer nachvollziehbar, das man aus Europa wegzieht, wo doch hier ein großer Teil meiner Generation davon spricht, Israel zu verlassen und nach Europa zu ziehen.

So richtig erklären kann ich es allerdings beiden Seiten nicht – oder zumindest nicht mit Argumenten, die sich nachvollziehen lassen. Ja, ich weiß, Lebensmittel, Shampoo und Mode ist in Europa viel günstiger, man verdient mehr, es gibt keine Kriege und richtige Brezen, nicht die fake-Bagele, die zwar aussehen wie echte Brezen, aber aus einem anderen Teig sind – ergo für eine sozialisierte Bayerin wie mich ein enttäuschendes Gourmet-Dilemma, auf das ich aus lauter Heimatgefühl doch immer wieder hereinfalle.

Dafür ist das Leben in Israel einfach echter, more real. Darunter stellt sich jeder etwas anderes vor, womit ich wieder beim Erklär-Dilemma bin. Die Menschen fallen einem mit allen Fragen und Gefühlen nicht nur in die Arme sondern direkt ins Herz, das Essen ist hervorragend, das Wetter schöner (wobei auch Hitze nicht immer ein Genuss ist), ich habe den Strand vor der Tür und herumreisen ist viel günstiger als in Deutschland.

Aber was macht das Leben hier aus? Das werde ich mit euch gerne teilen, denn ein Blog ist menschlich. Ich darf begeistert, genervt, verschwitzt und vielleicht auch beschwippst vom Leben sein – und das für euch aufschreiben, egal ob ich aus eurer Sicht „dort“ oder „hier“ bin.

Jennifer