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Startup-Frühlingsgefühle - Der deutsche Kibbutz
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Startup-Frühlingsgefühle

Es gibt gute Nachrichten aus dem Nahen Osten und nein, es geht nicht um das Wetter, Politik oder Religion. Zwischen Mittelmeer und Wüste blüht eine innovative Startup-Szene, in die immer mehr deutsche Unternehmen einsteigen. Gleichzeitig interessieren sich immer mehr israelische Firmen(gründer) für den deutschen Markt.

Wird aus den israelischen Start-Ups und Deutschland ein ‚Super-Like‘? Wenn man sich allein die Veranstaltungen in diesem April dazu ansieht, sieht man durchaus zarte Liebesbande in Bits und Bytes durch die lauen Lüfte flattern:

Deutschland als Europa

So ist Deutschland dieses Jahr im Scheinwerferlicht bei den „EuropeDays“, die am 12. April einen ‚Start in Germany‘ Day in Tel Aviv veranstalten. Dabei soll, vereinfacht gesagt, den Israelis gezeigt werden, wie und was die Deutschen so sind und wie man den deutschen Markt am besten erobert. Die Liste der Keynote-Speaker ist beeindruckend, die Stadt Köln ist dabei, genauso wie Bosch, RWE, Lufthansa, ProSiebenSat1, der neue Startup-Accelerator der dpa und diverse Gründer-Fonds. Die Idee zu den „EuropeDays“ stammt von Gilli Cegla, einem erfahrenen Unternehmer, der bereits etliche Unternehmen gegründet hat und ein ganz quirliger Typ in der israelischen Startup-Szene ist.

Denn dieser ganze Startup-Boom lässt das kleine Land natürlich auch nicht unberührt: Die heimische Wirtschaft wächst und es kommen ausländische Investoren, Mitarbeiter und Einfluss in die israelischen Unternehmen. Gleichzeitig spielt Israel als eigener Markt mit Hebräisch als Landessprache kaum eine Rolle und die umliegenden Länder sind nicht gerade als offene Tore zur Welt bekannt. Umso faszinierender ist es, dass das Land mit weniger als acht Millionen Menschen, je nach Statistik, die höchste beziehungsweise zweithöchste Dichte an Startups in der Welt hervorbringt.

Warum Israel?

Um solch eine High Tech Insel zu werden, braucht es Bausteine und Zeit. „Beides kann man nicht im Schnellverfahren erstellen, weder in Berlin, wo die Wirtschaft dazu nicht den Rahmen bietet, in London, wo es zu teuer ist oder in Asien, wo man zwar kräftig aufholt, aber noch nicht da ist, wo sich das Silicon Valley und Israel als Platzhirschen bereits etabliert haben“, erklärt Kevin Baxpehler, der für ProSiebenSat1 in Israel ist. Gleichzeitig sind diese Märkte wiederum schon jetzt heißhungrige und zahlungswillige Kunden. Gerade Deutschland mit 82 Millionen Einwohnern, etablierten Industrien und einem großen Markt an mittelständischen Firmen und Großunternehmen ist ein begehrter Markt für Israelis.

Gleich zwei Hackathons…

Im Jerusalemer Frühling wird ebenfalls angebandelt… auf einer ganz anderen Ebene: Der Wikimedia Hackathon führt Anfang April mehr als 150 Entwickler aus der ganzen Welt zusammen, um die technologische Infrastruktur von Wikipedia/Wikimedia zu verbessern. Nur eine Woche später findet der 2. Cyber Hackathon ‚Cyber (K)night‘ in Israel statt – am 7. April, einem traditionellem Datum der Cyberattacken für das Land. Ebenfalls beeindruckend ist die Liste der beteiligten Unternehmen: CheckPoint, Cybereason CyberX, Wix, Cyber-Gym und andere.

Fakten und Gedudel

Ganz allgemeine Frühlingsgefühle weckt das neue Video von Global Tel Aviv: Mit einem Augenzwinkern werden Fakten unter dem Titel „Why Tel Aviv Is An Awesome Startup City“ erklärt. Vielleicht ist dieser Ein-Minuten-Film mit der Super-Mario-Brother-ähnlichen Musik gar kein so schlechtes Einstimmungs-Material für die EuropeDays Besucher, Hackathon Programmierer und Brückenbauer auf beiden Seiten.

Auf jeden Fall tut sich etwas im Bereich der digitalen Welt und zwar mit offenen Türen, was mir gut gefällt, selbst wenn ich von Hackathon-Inhalten eher wenig verstehe.

Ich bleibe mit dem Ohr weiter am Puls und melde mich bald wieder!

Eure Jennifer

Foto: Kfir Bolotin

Jennifer Bligh
Jennifer Bligh