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Fattoush - Kleinod an der Hauptstraße - Der deutsche Kibbutz
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Fattoush – Kleinod an der Hauptstraße

Nach einem Besuch der Bahai-Gärten in Haifa sind wir durch die German Colony gebummelt und just, als das Magenknurren hörbar wurde, zufällig vor dem „Fattoush“ – Sderot Ben Gurion 38 – gelandet. Es sieht auf den ersten Blick etwas esoterisch-verwunschen aus, offenbart sich aber sehr schnell als wahre Idylle. Der Verkehrslärm tritt in den Hintergrund, der Blick schweift über die Speisekarte und die Wahl fällt schwer, weil alles super lecker klingt. Das Angebot ist vor allem arabisch-mediterran. Ich entscheide mich für den Klassiker Hummus und eine Limonana und kann es kaum erwarten.
Wir entdecken im Garten immer wieder neue Dekoelemente mit Witz. Retro trifft Kitsch, Esoterik trifft Multikulti. Alles wurde liebevoll willkürlich durchdacht arrangiert und man merkt, dass das Kunstwerk noch lange nicht fertig ist. Dieser Charme zieht Geschäftsleute, Studenten, Touristen sowie Leute aus der Nachbarschaft an. Wie das Schild am Eingang zum Ausdruck bringt, können sich hier alle sicher fühlen – unabhängig von Religion, Nation und Geschlecht. Und das merkt man. Der Ort strahlt eine entspannte Ruhe aus, die von der ersten Minute an ansteckt.
Und dann steht er endlich vor mir: der leckerste Hummus, den ich seit ganz langer Zeit gegessen habe. Ein Gedicht. Die Limonana ist tiefgrün, Minze bis zum Umfallen – ein Genuss. Meine Freundin schwelgt über Tahina und ist selig. Einfach ist doch meistens das Beste.
Dieses Restaurant verdient Aufmerksamkeit gerade weil es so bescheiden daher kommt. Die Mitarbeiter sind zurückhaltend aber präsent und jederzeit freundlich. Um eine entspannte Mittagspause zu genießen oder zwischen all den Sehenswürdigkeiten einen Zwischenstopp einzulegen, ist das Fattoush sehr zu empfehlen.

Brigitta Stegherr
Brigitta Stegherr