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Café Birnbaum: Frühstück wie daheim - nur besser! - Der deutsche Kibbutz
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Café Birnbaum: Frühstück wie daheim – nur besser!

Ich habe dieses liebenswerte Café entdeckt, als ich im Hotel Brown in Tel Aviv übernachtet habe. Das Frühstück konnte man entweder im Café Birnbaum oder einem anderen Café in der Umgebung einnehmen. Ich betrat das Café in der Nachalat Binyamin Street 31 und fühlte mich sofort wohl. Schlicht gehaltene Einrichtung, Kunst an den Wänden und ein Buffet gefüllt mit unendlich vielen Schüsseln voller selbst gemachter Salate. Die Kunst stammt teils von bekannten israelischen Künstlern, die zu Gast waren und die Bilder oft speziell für die Inhaberinnen angefertigt haben. Was für eine beeindruckende Wertschätzung dieses besonderen Cafés.

Kaum saß ich, kam Reut, die Tochter einer der Inhaberinnen auf mich zu und strahlte mich an. Fremdeln geht definitiv anders… Mit Hingabe erklärte sie mir das System des Frühstücks für Hotelgäste und die Salatauswahl. Da wünscht man sich definitiv einen Ballonmagen! Und von der Kuchenauswahl möchte ich gar nicht reden…

Der Vorteil war, dass ich Zeit hatte und mich in aller Ruhe entscheiden konnte. Mit einem prall gefüllten Teller voller Leckereien, einem Milchkaffee sowie einer Limonana saß ich da und genoss die Atmosphäre. Das Kommen, Verweilen und Gehen der Gäste, Geschäftsleute auf dem Sprung, Urlauber, Rentner mit Zeitung, Stammgäste und unsichere Erstbesucher – ich hätte stundenlang beobachten können. Jeder wird herzlich begrüßt und bedient. Eine ganz besondere und warmherzige Atmosphäre!

Sima und Pnina – die beiden Schwestern haben das 1962 von ihrem Vater eröffnete Café übernommen und mit ihrer all-you-can-eat Salatbar zu einem Geheimtipp nicht nur für Vegetarier gemacht. Und in Tel Aviv herrscht wahrlich kein Mangel an guten Frühstücks-Lokalen… Ich hatte das Gefühl, dass sich die Anzahl der Schüsseln von Minute zu Minute erhöht. Leere Schüsseln gibt es nicht – eher biegt sich der Tisch.

Und mittags geht’s gleich weiter. Das Speiseangebot erweitert sich um Suppen und andere warme und kalte Gerichte. Für jeden Geschmack findet sich etwas. Hier bekommt man hausgemachte Qualität vom Feinsten zu erschwinglichen Preisen. Man könnte sich hier tagelang durchschlemmen, ohne ein Gericht zweimal essen zu müssen. Und ich bin sicher, die Geschichten von Pnina, Sima und Reut reichen für mehrere Wochen. Ein Grund mehr, wieder zu kommen!

Denn auch im Café Birnbaum geht das Essen einmal zur Neige (meist so zwischen 15.00 und 16.00) und dann schließt sich die Tür bis zum nächsten Morgen. Und dann werden die ersten Stammgäste schon warten. Ich freue mich heute schon auf meinen nächsten Besuch bei den drei Ladies!

Gut zu wissen: Samstags ist das Café geschlossen.

Brigitta Stegherr
Brigitta Stegherr